Noch nie dagewesene Besetzung!

Einzigartig, unglaublich, historisch, ohrenbetäubend – die Superlative kommen zu kurz, um das hochwertig besetzte Teilnehmerfeld der nächsten Bikers’Classics, die am 1.-3. Juli stattfinden, zu beschreiben.

Erstmals werden MotoGP am Event teilnehmen, aber auch in allen anderen Klassen wird das Teilnehmerfeld erstklassig sein. „Dem Publikum werden zahlreiche historische Maschinen geboten. Damals wäre es undenkbar gewesen, sie von so Nahem in den Boxen zu bewundern“, erklärt Bernard Girardot-Miglierina, Vorsitzender der Amicale Spirit of Speed, die bei der Parade GP die meisten Motorräder stellt. „MotoGP, Moto2, Werkssuperbikes, Maschinen aus den 70.-90. Jahren bis hin zu den letzten 250cc der Geschichte... Das Leitmotiv der neuen Parade wird No limit heißen!“ Was folgt, ist eine kurze Übersicht.

Die wahren Stars der Auflage 2016: die MotoGP. An ihnen führt auf der schönsten Rennstrecke der Welt kein Weg vorbei. Die Ducati D16 GP10 ist (bis heute) die letzte Ducati, die bei einem Grand Prix siegen konnte. Das war 2010 – mit Casey Stoner am Lenker. In dem Jahr belegte der Australier den vierten Platz der Meisterschaft (hinter Lorenzo, Pedrosa und Rossi) und gewann Schlag auf Schlag bei den großen Preisen von Aragon und Malaysia. Der Doktor höchstpersönlich war von diesen Leistungen sehr angetan, denn August 2010 unterschrieb er einen Vertrag bei dem italienischen Werksteam. Diese D16 GP10 ex-Stoner wird zweifelsohne das große Highlight bei den GP Paraden.

Die zwei Kawasaki ZX-RR sind aber auch nicht ohne. Dass der Hersteller nur ein kurzes Gastspiel in dieser Klasse gab, macht aus der Maschine ein echtes Exponat. Ende 2002 beschloss Kawasaki nämlich sich aus der Superbike-Meisterschaft zurückzuziehen, um in die MotoGP einzusteigen – mit Gary McCoy und Alex Hofmann. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde 2004 eine neue Maschine vorgestellt. Dieses Modell wird bei den Bikers’Classics zu bestaunen sein. Mit dieser Maschine wurde Hofmann 15. der Fahrerwertung und beendet das Werksteam die Meisterschaft auf den 4. Platz der Teamwertung. Im darauffolgenden Jahr blieb Hofmann dem grünen Team erhalten, das ebenfalls auf Olivier Jacque und Shinya Nakano setzte. Es war die Nummer 19 des französischen Piloten, die in Spa ertönte.

Die Moto2 von heute sind die 250cc von gestern. Zwei Vertreter dieser noch jungen Klasse (2010 entstanden) werden ebenfalls vertreten sein. Dabei wird schweres Geschütz aufgefahren: die Kalex des amtierenden Weltmeisters Johan Zarco, aber vor allem die Suter Repsol von Marc Marquez, Vize-Weltmeister 2011.

Und was soll man noch zu den Superbikes von Niall MacKenzie (Yamaha YZF 0WJ6 1998), von Troy Bayliss (Ducati 996 RR 1998) oder von Chris Walker (Kawasaki ZX7RR 1998) sagen? Diese 500cc GP haben etliche Generationen von Motorsport-Fans (Yamaha YZR 0WC1 1990, Yamaha YZR 500 ROC, Honda 500 NSR V2 2000, Kawasaki 500 H1RA 1972, Suzuki RG 500 1976 bis 1980…) begeistert. Ganz zu schweigen von den Formules 750, wie die Yamaha TZ, Kawasaki KR oder Honda CR. Daher gilt am 1.-3. Juli auf und rund um die Rennstrecke von Spa-Francorchamps: Augen auf und Ohren spitzen!