Eine Vielzahl von Stars

Die 14. Auflage der Bikers’Classics, die am 1 –3. Juli stattfindet, verspricht in vielerlei Hinsicht denkwürdig zu werden. Da wären zum einen, die klassischen Maschinen, die durch feine Technologie, hohes Leistungsvermögen und neuste Innovation herausstechen: die MotoGP

Zum anderen, die vornehmsten internationalen Stars. Die Veranstalter der Bikers’Classics wissen seit geraumer Zeit, dass eine vielversprechende Anzahl von namhaften Motorrädern alleine nicht den Erfolg ihrer Veranstaltung gewährt. Seit 2004 setzen sie alles daran, dass das Teilnehmerfeld auch den glorreichen Maschinen gerecht wird. Damals hatten die Veranstalter ein Zeichen gesetzt und Randy Mamola, Kevin Schwantz oder auch Freddie Spencer eingeladen.

2016 tragen die Stars andere Namen – aber das anwesende Talent ist nach wie vor riesig. Giacomo Agostini ist schon seit etlichen Jahren in Spa dabei. Jung und alt dürfen sich auf seine Klasse, seine gute Laune und seine große Ansprechbarkeit freuen. ‘Ago’ ist eine lebende Legende und ist mit seinen 15 Titeln zwischen 1966 und 1975, der Pilot mit den meisten Weltmeistertiteln in der Motorradgeschichte. In Spa wird er sowohl auf Piloten seiner Generation als auf jüngere Konkurrenten treffen: Christian Sarron (1984 Weltmeister in 250cc), Didier de Radiguès (1982 Vize-Weltmeister in 350cc) oder auch Michel und Xavier Siméon. Heutige oder gestrige Piloten, sowie Mechanik-Profis, u.a. Guy Coulon (Mitbegründer des Team Tech 3) und der Belgier Bernard Ansiau (anerkannter Mechaniker von Valentino Rossi).

Auch im Rahmen der European Classic Series werden prominente Gäste erwartet. Dieses vierstündige Langstreckenrennen ist der abschließende Höhepunkt des zweiten Tages (2. Juli). Neben den Lokalmatadoren Grégory Fastré und Richard Hubin (der Erstgenannte wurde 2. der letzten 24 Stunden von Le Mans, der Letztgenannte wurde 1983 Langstreckenweltmeister) oder Stéphane Mertens (Superbike-Vize-Weltmeister 1989, Langstreckenweltmeister 1995 und 2002) ist John McGuiness der Star schlechthin. Er ist ein Spezialist des Tourist Trophy – in der Disziplin konnte er 23 Siege einfahren. Der Engländer kommt nicht, um an Paraden teilzunehmen und wird sich zweifelsohne nicht mit einer Nebenrolle begnügen. Sein Vorhaben ist klar: Seine Honda Motul vor der Konkurrenz ans Ziel zu fahren.

Nicht so bekannt, doch keineswegs weniger erfolgreich und talentiert, sind die Spezialisten der Sidecar. Viele von ihnen kehren eigens für das Comeback der dreirädrigen Motorräder nach Spa-Francorchamps zurück: Rolf Steinhausen (Weltmeister 1975-76), Egbert Streuer (Weltmeister 1984-1986), sein Sohn Bennie (amtierender Weltmeister), Max Deubel (vierfacher Weltmeister in den Jahren 1961-1964), Larry Coleman (dreifacher AMA-Weltmeister), Derek ‘Crazy Horse’ Jones, Steve Abott oder Alain Michel, der einzige französische Sidecar-Weltmeister (1990).

Sie alle werden vom 1.-3. Juli in Spa-Francorchamps anwesend sein. Weitere Namen, darunter zukünftige Stars, werden sich wahrscheinlich in den kommenden Wochen dazugesellen.