Didier de Radiguès zurück auf der Lucky Strike-Suzuki

Im Rahmen der diesjährigen "Bikers‘ Classics" wird Didier de Radiguès eine 500-ccm-Lucky Strike- Suzuki fahren.  Der 56-jährige Belgier war Mitglied des Suzuki-Werksteams im Jahr 1991.

Am ersten Juli-Wochenende wird de Radiguès auf der Suzuki RGV 500 den Kurs umrunden, mit der Kevin Schwantz 1994 die Grand Prix von Japan und Großbritannien gewann und Vierter der WM wurde.  Diese exakt  498cc besitzende Werks-XR94 hat einen stolzen Besitzer,  den bekannten Suzuki-Sammler Steve Wheatman.  Der britische Geschäftsmann bringt bereits sei einigen Jahren perfekt vorbereitete Suzukis zu "Bikers‘ Classics" nach Spa-Francorchamps, und im Rahmen der Feier von "40 Jahre Suzuki RG 500" erhält Belgiens erfolgreichster Straßenrennfahrer aller Zeiten dank Steve Wheatman die Gelegenheit, diese großartige Maschine zu präsentieren. Didier  de Radiguès gewann insgesamt vier Grand Prix und stand dazu weitere elfmal auf Siegerpodesten von WM-Läufen. Von 1984-1988 fuhr er in der 500er-Klasse auf verschiedenen Marken, dabei in letztgenanntem Jahr in dem von Giacomo Agostini gemanagten Yamaha-Team. Nach einem Zwei-Jahres-250-ccm-Intermezzo auf Aprilia kehrte er  1991 in die "Königsklasse" zurück. Grundlage dieses Wechsels war ein Vertrag mit dem Lucky-Strike-Suzuki-Team, das ihn als Teamkollege von Kevin Schwantz engagierte. Didier wurde Achter in der Weltmeisterschaft besagten Jahres; der fünfte Platz in der Dutch TT von Assen war sein bestes Einzelresultat.
 
 De Radiguès hat eine besondere Beziehung zur Rennstrecke von Spa-Francorchamps.  Neben dem Gewinn der 24 Stunden von Spa auf vier Rädern erzielte er auf dem hügeligen Kurs in den Ardennen einige weitere große Erfolge mit Motorrädern.  Herausragend dabei sein Sieg im 250-ccm-Heimrennen 1983 auf einer Chevallier, wobei er den Vizeweltmeister jener Saison, Christian Sarron, und den Weltmeister Carlos Lavado auf die Plätze verwies. Lavado kam erst 10 Sekunden nach Didier ins Ziel.  Es sollte der bisher letzte Grand-Prix-Sieg eines belgischen Rennfahrer sein, der ein wesentlicher Beitrag zum dritten WM-Gesamtrang war. Nach der 350-ccm-Vizeweltmeisterschaft von 1982 war dies der größte Erfolg in der Laufbahn des Didier de Radiguès.  1990 wurde er auf Aprilia noch einmal Zweiter der Viertelliterklasse in Spa-Francorchamps - es war sowohl der letzte Podestplatz seiner Motorrad-WM-Laufbahn als auch der letzte Große Motorradpreis von Belgien.  

Die Wiedervereinigung des belgischen Meisterfahrers mit der RGV 500 - ohne Übertreibung ein Meisterwerk auf Rädern - wird ganz sicher einer der Höhepunkte von "Bikers‘ Classics" sein. Gäste-Fahrer Scott Redding - damals erster Anwärter auf den Moto-2-WM-Titel - fuhr während der Vorjahres-Veranstaltung eine analoge Maschine und war stark beeindruckt von diesem immerhin fast 20 Jahre alten Motorrad.  

Freuen wir uns auf das Wochenende des 4.-6. Juli
 
 

Copyright: Target Press