4 Hours of Spa Classic : Heißes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Dholda Racing und PoweRacing-JapAuto Club

 

Die 4 Hours of Spa Classic ist zweifelsohne das prestigeträchtigste Rennen der A-XOC Bikers’Classics 2019. Auch in diesem Jahr hat es alle Erwartungen erfüllt, auf einer Strecke, die am Samstagabend teils von leichten teils von heftigen Regenschauern heimgesucht wurde. Obschon Greg Fastré (Suzuki Team Force) den besten Start erwischte, musste er schnell einsehen, dass seine Reifen nicht den Wetterbedingungen angepasst waren. Auf dieser sehr rutschigen Piste von Spa-Francorchamps, unter anderem der Bereich „Les Combes“, leider sehr ungünstig. Steven Neate (Honda Neate Racing) erfuhr es am eigenen Leib. Nach einem Sturz war sein Rennen schon unmittelbar nach dem Start vorbei!

Die Teilnehmer hatten im ersten Teil des Rennens mit etlichen Rückschlägen zu kämpfen. Das Motorrad #56 um Fastré-Mertens-Le Bihan landete ganz tief in der Wertung, nachdem der Drehstromgenerator versagte. Die Kawasaki Hampe Racing um Haquin-De Dieuleveult, die kurz die Führung übernahm, musste aufgrund eines defekten Getriebe aufgeben. Enttäuschung auch für den Briten Danny Webb (Team Lincs Classic Suzuki), der nach einem überragenden Start lange am Streckenrand anhalten musste – für ihn ging es jedoch weiter.

Drei Motorräder setzten sich an der Spitze ab, als das Safety Car kurz vor Halbzeit die Piste befuhr: die Honda Dholda Racing um Mertens-Bollaerts, die Honda PoweRacing-JapautoClub um Chevrier-Sauve-Simon und die Yamaha Road Runner um van der Mark-Brand.

Die beiden letzten Stunden des Rennens fanden unter milderen Wetterbedingungen statt. Die Honda mit der Nummer #87 und der Nummer #10 übernahmen abwechselnd die Führung und schlussendlich gewannen Gian Mertens und Yves Bollaerts mit ihrer Honda RC30 Dholda Racing. Sie belegten auch in der Classe Evo DG Sport den ersten Platz, mit einem Vorsprung von knapp 30 Sekunden auf die Honda CB1100R PoweRacing-JapautoClub um Clément Chevrier, Matthieu Sauve und Matthieu Simon, die somit die Wertungen Scratch FIM und Classe Maxi-Classic für sich entschieden. Auch auf dem Podium in der Gesamtwertung: die Yamaha FJ 1100 Road Runner und Henk van der Mark et Dirk Brand.

Tolle Leistung ebenfalls der Suzuki GSX 1100 RTS Edge der Briten Nick Edgeley und Johnny Towers, die in der Kategorie Open den Sieg einfuhren. In der Wertung Classe Classic belegte das Suzuki GS1000 Team A.M. der Belgier Patrick Chavanne und Antoine Doncq den ersten Platz. In der ersten Hälfte des Rennens hatte in dieser Kategorie das Team Moto Guzzi Le Mans III Motobel um Christophe Charles-Artigues und Laurent Villergnier für Spektakel gesorgt. Belgischer Erfolg auch in der Classe Formula dank der Suzuki Bikeparts Classic Racing um Sven Ketels und Denny Lannoo.